Babybrei zubereiten – wie Sie dafür sorgen, dass es Ihrem Baby schmeckt

Babybrei zubereiten – wie Sie dafür sorgen, dass es Ihrem Baby schmeckt

Babykost steht als Fertigbrei zur Verfügung, doch viele Eltern möchten die Beikost selbst zubereiten. Hier erhalten Sie viele Tipps für den Ernährungsplan und für die richtige Vorgehensweise beim Kochen, Aufwärmen und Füttern. Ausserdem erfahren Sie, wo Sie geeignete Rezepte finden.

Wann ist die Zeit für den ersten Babybrei gekommen?

Bei den meisten Babys beginnt die Beikost frühestens zwischen dem vierten und achten Lebensmonat. Sie erkennen den richtigen Zeitpunkt daran, dass Ihr Kind den Grossen gespannt beim Essen zuschaut. Wenn es so aussieht, als ob es schon selbst nach dem Löffel greifen möchte, sollten Sie die ersten Versuche mit Babybrei starten. Auch die Hände, die in den Mund wandern, sind ein Zeichen dafür, dass Sie Ihrem Baby nun Brei geben können.

Wenn die Muttermilch nicht mehr ausreicht, lernt Ihr Baby neue Geschmackserlebnisse kennen und bekommt ausserdem andere Nährstoffe. Trotzdem kann es bei den ersten Mahlzeiten zu Problemen kommen, denn Ihrem Kind fehlt es noch an Übung. Es muss zunächst die Motorik erlernen. Bis Mund, Zunge und Schlucken eingespielt sind, brauchen Sie deshalb Geduld. Ausserdem gilt es, den Inhalt des Babybreis entsprechend der Tipps auf das Lebensalter abzustimmen. 

Hier gibts ausserdem das Babybrei-Grundrezept.

Welcher Babybrei eignet sich für welche Tageszeit?

Im Allgemeinen startet die Beikost-Zeit mit ihren neuen Rezepten im siebten Lebensmonat mit Gemüsebrei. Mit Gemüse wie Möhren und Pastinaken lassen sich die Eisenreserven auffüllen. Später kommt auch Fleisch mit in den Brei hinein. Die Zutaten pürieren Sie nach dem schonenden Kochen mit dem Mixer und verrühren alles mit Rapsöl und ein wenig Saft.
Der folgende Speiseplan zeigt die richtige Reihenfolge:

  • Sie beginnen mit Gemüse als Mittagsbrei,
  • etwa vier Wochen später kommt als Abendbrei ein Milchbrei dazu, der das abendliche Stillen ersetzt,
  • wieder einen Monat darauf folgt ein Brei aus Getreide und Obst für nachmittags,
  • noch später geben Sie Ihrem Baby Müsli oder Brot (Vollkorn) zum Frühstück.

Erst mit über sechs Monaten ist der Organismus Ihres Babys weit genug ausgereift, um Kuhmilch zu verdauen. Darum dürfen Sie vorher noch keinen Milchbrei füttern. Dieser Brei besteht einfach aus Kuhmilch, Vollkornflocken und ein bisschen Saft. Wenn Sie sich für Fertigbrei entscheiden, sollten Sie aufpassen, dass er ebenfalls nur diese wenigen Zutaten enthält.

Wie wird Babybrei zubereitet?

Kaufen oder selber kochen? Wenn Sie Fertignahrung kaufen, entscheiden Sie sich für die simple Methode. Sie erwärmen das Glas, öffnen den Deckel und schon können Sie die Kinder mit leckerer Beikost versorgen.

Wenn es um die Frage geht, welcher Babybrei am besten schmeckt, würden die Kinder allerdings antworten: der selbst gekochte Brei. Hier haben Sie die absolute Sicherheit und Kontrolle über den Inhalt. Obst und Gemüse sowie Fleisch in Bio-Qualität sind besonders beliebt. Wichtig ist vor allem, dass die Zutaten frisch und frei von Pestiziden sind. Die Ernährungsexperten raten deshalb zu regionalen Bio-Produkten.

Die Zubereitung ist mithilfe der Rezepte keine Zauberei. Nach dem schonenden Garen von Gemüse und Fleisch pürieren Sie das Ganze und lassen den Brei abkühlen, bis er verzehrfertig ist. Auch Milchbrei und Püree aus Frucht sollten Sie erwärmen, um Keimbildung zu vermeiden. Durch das Pürieren werden die Speisen weich, sodass Ihr Baby sich nicht so schnell verschluckt. Um den Babybrei noch crèmiger zu machen und etwas Fett hinzuzufügen, rühren Sie zuletzt etwas Rapsöl oder Sonnenblumenöl hinein.

Bei der Zubereitung der Breimahlzeiten sollten Sie Küchenbesteck und Behälter immer bei mindestens 65 Grad spülen und gründlich abtrocknen.

Anregungen für Beikost

Für Babys gibt es nicht nur Babybrei, sondern auch Fingerfood aus Gemüse und Obst. Sie knabbern gerne an Karotten oder Äpfeln, was übrigens eine gute Methode ist, sich an normales Essen zu gewöhnen. Bei der Umstellung vom Stillen auf Babybrei sollten Sie Ihrem Baby aber genügend Zeit lassen. Viele Mütter geben abwechselnd Muttermilch und Beikost, sodass die Veränderung nicht abrupt erfolgt.

Wie flüssig oder dick der Babybrei ist, hängt von Ihnen und von den Vorlieben Ihrer Kinder ab. Wenn Sie Gemüse und Fleisch gekocht und püriert haben, können Sie einen festen Brei gegebenenfalls mit den Resten vom Kochwasser oder mit etwas Saft flüssiger machen. Auch Beikost-Öl bietet sich zum Einrühren an. Oder Sie greifen zum normalen Raps- oder Sonnenblumenöl, die grundsätzlich nicht gross anders sind, als das teurere Öl aus dem Babykost-Regal.

Wie schmeckt Babybrei?

Babybrei ist im Vergleich zu anderen Lebensmitteln gar nicht oder nur minimal gewürzt. Wenn Sie ein Löffelchen probieren, empfinden Sie den Geschmack deshalb als fade. Trotzdem sollten Sie auf keinen Fall zu Salz und Gewürzen greifen, denn diese könnten zu Atemstörungen und Schluckbeschwerden bei Ihrem Baby führen. Seine Magenschleimhaut ist extrem empfindlich. Zudem sind für die Kleinen auch die ungewürzten Babybreis mit Fleisch und Gemüse ein neuer Geschmack, sodass sie keine zusätzliche Würzung brauchen.

Laut ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen sind Gewürze in Beikost nicht nur überflüssig, sondern sogar schädlich. Lediglich einige Kräuter sind in den Rezepten erlaubt, doch auch hier sollten Sie vorsichtig sein. Im Zweifelsfall lassen Sie die Gewürze einfach weg, wenn Sie Babybrei kochen.

Tipps zur Temperatur beim Kochen und Füttern

Eltern wissen oft nicht, wie heiss der Babybrei beim Füttern sein sollte. Wenn die Temperatur zu hoch ist, löst das womöglich eine schlechte Erfahrung bei Ihrem Baby aus und es lehnt anschliessend die Breis ab. Darum ist es sinnvoll, den Babybrei nur sanft zu erwärmen. Babys sind an die 37 Grad warme Milch der Mama gewöhnt, darum bietet sich diese milde Wärme auch für die ersten Breis an.

Ein kurzer Temperatur-Check hilft Ihnen dabei, den Brei richtig zu erwärmen. Inzwischen gibt es Speziallöffel, die einen integrierten Sensor haben und durch einen Farbwechsel anzeigen, ob der Babybrei verzehrbereit ist.

Müssen Sie den Babybrei überhaupt erwärmen oder können Sie ihn auch kalt füttern? Wenn Sie eingefrorene Beikost auftauen, sollten Sie diese auf jeden Fall gründlich auftauen und erhitzen, um Keime zu vermeiden. Die ungleichmässige Erhitzung lässt sich ausgleichen, indem Sie den Brei gründlich umrühren und anschliessend etwas abkühlen lassen. Bei dem Temperaturtest stellen Sie fest, wie warm oder kalt der Brei ist.

Fertigbrei zum Kaufen ist im Allgemeinen verzehrfertig und muss nicht erwärmt werden. Das ist gerade für unterwegs praktisch. In der Zahn-Phase fühlen sich die Kinder ohnehin mit nicht erwärmten Speisen wohler. Trotzdem sollten Sie Ihr Baby nicht direkt aus dem Glas füttern, sondern den Inhalt immer in eine kleine Schüssel geben. Das reduziert die Gefahr der Keimübertragung. Falls Sie ausnahmsweise doch aus dem Gläschen löffeln, dürfen die Essensreste im Glas nicht weiterverwendet werden.

Babybrei aufbewahren, einfrieren und auftauen

Wo und wie lange Sie den Brei für die kleinen Kinder aufbewahren, richtet sich danach, ob Sie grössere Mengen auf Vorrat zubereiten oder nur kleine Mengen kochen. Ob es sich um ein Rüebli Rezept aus der Schweiz handelt oder um einen Brei mit Brokkoli und Hirse, die Portionen halten im Kühlschrank je nach Zutaten ein bis drei Tage lang. Für grössere Mengen brauchen Sie kleine Tiefkühlbehälter, um den Babybrei portionsweise einzufrieren.

Zum Einfrieren sollten Sie den Brei nach der Zubereitung schnell herunterkühlen und sofort einfrieren. Damit wirken Sie der Keimbildung entgegen. Im Eisfach hält der selbst gekochte Brei bei -18 Grad etwa zwei Monate lang. Sie sollten ihn erst direkt vor dem Verzehr auftauen. In der Mikrowelle oder im Wasserbad ist der Vitaminverlust nur minimal. Eine längere Auftau-Phase schadet hingegen dem Vitamingehalt.

Die gesunde Verdauung

Die Verdauung Ihres Babys ist ernährungsabhängig und verändert sich, wenn Sie Beikost geben. Bei regelmässigem Verzehr von Babybrei sollte Ihr Kind mindestens alle zwei Tage Stuhlgang haben. Falls dieser erhärtet ist und die Entleerung offensichtlich schmerzt, handelt es sich um eine Verstopfung. Diese kann beispielsweise durch eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, durch kleine Verletzungen am Po oder durch extrem kalkhaltiges Wasser verursacht werden.

Auf stuhlfestigende Zutaten wie Pastinake, Karotte und Banane sollten Sie bei einer Verstopfung verzichten. Auch kaltgepresstes, anstelle von raffiniertem, Rapsöl hilft gegen erhärteten Stuhl.

Weicher Stuhlgang ist ein Anzeichen für eine unreife Darmflora und keine Krankheit. Erst wenn Koliken und Blähungen hinzukommen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Richtiger Durchfall führt zum flüssigen Stuhlgang mit verändertem Geruch und einer ungewohnten Farbe. Häufig ist eine Infektion die Ursache, darum sollten Sie mit Ihrem Baby schnell zum Kinderarzt gehen.

Der klassische Babybrei bei Durchfall besteht aus Bananen und Zwieback. Sie können diesen Brei kalt oder warm füttern. Er eignet sich auch für unterwegs, kann sich allerdings etwas bräunlich färben, was keinen Qualitätsverlust bedeutet.

Bereite ich den richtigen Babybrei für mein Baby zu? Falls Sie sich diese Frage öfter stellen, empfiehlt es sich eine Beratungsstunde bei einer Ernährungsberatung zu buchen. Zahlreiche Ernährungsberater sind auch spezialisiert auf Baby-Ernährung. Hier auf Local Families finden Sie ganz einfach einen Ernährungsberater:

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FAQ

  • Wo wird der Babybrei aufbewahrt?

    Im Kühlschrank stellen Sie den Brei an die kälteste Stelle, also auf die untere Ablage. Wenn Sie den Babybrei einfrieren möchten, bieten sich dafür kleine Behälter an. Aufkleber sorgen für den nötigen Überblick im Gefrierschrank.
     
  • Wann ist Ihr Baby reif für den ersten Babybrei?

    Im Allgemeinen fangen Kinder zwischen dem vierten und sechsten Monat mit Beikost an.
     
  • Isst mein Kind auch genug?

    Alle Babys können eine Trotzphase haben oder andere Dinge wichtiger finden als ihren Babybrei. Bei Normalgewicht, ausreichend Flüssigkeitsaufnahme und normalem Verhalten brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Meistens ist eine solche Phase schnell wieder vorbei.

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