Das Baby hat Schnupfen und die Nase ist verstopft - was nun?

Das Baby hat Schnupfen und die Nase ist verstopft - was nun?

Eltern wissen es nur allzu gut: Babys erkälten sich schnell einmal. Und die armen Kleinkinder leiden jeweils mindestens so sehr wie ein Erwachsener darunter (also schrecklich). Dafür gibt es gute Gründe, denn Babys atmen vor allem durch die Nase. So stecken sich die Kleinen auch als erstes über die Nase an: Was mit Niesen und dünnem Nasenwasser beginnt, setzt sich bald danach mit dickerem, weissem Schleim und einer verstopften Nase fort, bevor es dann schon bald gelb-grün aus der Nase läuft.

Babys und Kleinkinder haben wegen der verstopften Nase dann grosse Mühe zu atmen, bekommen Probleme beim Trinken, sind unleidig, quengelig und haben grosse Probleme durchzuschlafen – was jeweils auch den Eltern den Schlaf raubt und für durchwachte Nächte sorgt.

Die Probleme beim Trinken sind doppelt ärgerlich, ist es doch gerade jetzt besonders wichtig, dass das Kind genügend Flüssigkeit bekommt, weil so das Nasensekret dünner bleibt und besser abfliessen kann.

Also trotz allem: besonders oft stillen oder, wenn das Kind schon älter ist, milde Tees (wie Holunder) einflössen. Beim Schlafen hilft der Nase des Babys zudem, wenn das Köpfchen etwas höher liegt. Dabei kein Kopfkissen ins Bettchen legen (ein solches hat dort nichts zu suchen), sondern einen Bettkeil oder ein Kissen unter die Matratze legen und so für die Höherlage sorgen.

Selbstbehandlung: Nasensauger und Nasentropfen

Dünnen Schleim aus der verstopften Nase können Eltern mit einem speziellen, in der Apotheke erhältlichen Nasensauger entfernen. Dies alleine bringt dem Baby aber nur kurzzeitige Erleichterung. Der Nasensauger vereinfacht aber die Anwendung von speziell für Babys und Kleinkinder niedrig konzentrierten Nasentropfen und -sprays (auf keinen Fall Produkte für Erwachsene verwenden!), die so besser verabreicht werden können. Diese Mittel mit den Wirkstoffen Xylometazolin oder Oxymetazolin sorgen dafür, dass die Schleimhäute abschwellen und die Atmung erleichtert wird. Diese Mittel dürfen nicht länger als 5 Tage verabreicht werden (Packungsbeilage beachten und Kinderarzt oder Apotheker fragen). Ein längerer Gebrauch kann zu einem chronischen Schnupfen führen.

Die auch für längere Anwendung unbedenklichen Nasentropfen und -sprays auf Basis von physiologischen Salzlösungen wirken dagegen nur leicht abschwellend und lösen vor allem zähen Schleim, sind aber absolut unbedenklich.

Ätherische Öle hingegen sollten vermieden werden: Pfefferminze und Eukalyptus können in seltenen Fällen sogar Atemkrämpfe bei Babys auslösen. Auch das Hausmittel Kamille ist wegen der Gefahr einer Allergie problematisch und sollte gemieden werden.

Die Erkältung bei Kleinkindern und Babys nicht einfach ihren Gang nehmen zu lassen, ist nicht nur wegen dem Befinden des Babys sinnvoll, sondern auch, weil so die Gefahr einer Nebenhöhlen- und Mittelohrentzündung wesentlich gesenkt wird. Die Schleimhaut abschwellenden Medikamente machen die Verbindungsgänge zu den Nebenhöhlen und dem Mittelohr frei, was dort das Risiko der Entwicklung einer bakteriellen oder viralen Infektion deutlich vermindert.

Hat Ihr Kind gerade Schnupfen oder eine verstopfte Nase? – Dann nichts wie ab in die nächste Apotheke und Nasensauger und Nasentropfen holen:

Familienfreundliche Apotheke in Ihrer Umgebung

Wipkingerplatz

Wipkingerplatz in Zürich

5
(2)
St. Peter-Apotheke

St. Peter-Apotheke in Zürich

4.3
(3)
YogAnet

YogAnet in Zürich

DR. BÄHLER DROPA AG

DR. BÄHLER DROPA AG in Zürich

TCM Praxis Gioconda Bänziger

TCM Praxis Gioconda Bänziger in Zürich

Kneippianum

Kneippianum in Zürich

Sonnen Apotheke

Sonnen Apotheke in Zürich

5
(2)
Coop Vitality AG

Coop Vitality AG in Zürich

3.7
(1)
Dr. Andres Apotheke Stadelhofen AG

Dr. Andres Apotheke Stadelhofen AG in Zürich

4.2
(12)
Amavita Apotheke Enge

Amavita Apotheke Enge in Zürich

Triemli-Apotheke D. Stotz

Triemli-Apotheke D. Stotz in Zürich

4.8
(3)
Topwell Apotheke Niklaus

Topwell Apotheke Niklaus in Zürich

Wann zum Arzt?

Solange das Kind kein Fieber hat und es draussen nicht extrem kalt ist (Minusgrade), kann man mit dem erkälteten Kind bei praktisch jedem Wetter auch mehrmals am Tag zu einem gut tuenden Spaziergang an die frische Luft gehen. Das Kind muss einfach dem Wetter gemäss bekleidet sein. Und da frische Luft so gut tut, ist es auch angeraten, zu Hause das Babyzimmer regelmässig kurz zu lüften.

Zu guter Letzt noch etwas zu roten, wunden Näschen: Diese können mit Vaseline, Anisbutter oder Bepanthen behandelt werden und zum Putzen sollte man die weichsten Papiertaschentücher verwenden, die man finden kann.

Solange das Kind lediglich leichtes Fieber (unter 38 Grad) und nur Schnupfen und/oder leichten Husten hat, ist die Erkältung noch kein Grund zur Sorge. Steigt das Fieber hingegen über 38 Grad an, klagt das Kind über Ohrenschmerzen (bei Babys: es greift sich oft ans Ohr), will nicht mehr oder nur sehr wenig trinken, ist es sehr weinerlich und unruhig oder hat heftigen, trockenen Husten, muss der Kinderarzt unbedingt aufgesucht werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich eine Nebenhöhlen-, Mittelohr- oder Lungenentzündung entwickeln könnte. Auch wenn die Erkältung nach 10 Tagen nicht abgeklungen ist, sollte der Arzt zugezogen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Burnout und seine Gefahren

Der Burnout und seine Gefahren

Quality Time

Quality Time

Ausbauen oder abschaffen? Das würden meine Kinder an der Volksschule ändern.

Ausbauen oder abschaffen? Das würden meine Kinder an der Volksschule ändern.

Work-Life-Balance: Mit dieser Anleitung finden auch Sie zum langfristigen Gleichgewicht!

Work-Life-Balance: Mit dieser Anleitung finden auch Sie zum langfristigen Gleichgewicht!

Nachhilfeunterricht: Brauchen Schüler externe Unterstützung beim Lernen?

Nachhilfeunterricht: Brauchen Schüler externe Unterstützung beim Lernen?

Gewichtszunahme in der Schwangerschaft - worauf Sie achten sollten

Gewichtszunahme in der Schwangerschaft - worauf Sie achten sollten

Die häufigsten Erziehungsstile: und zu welcher Gruppe gehören Sie?

Die häufigsten Erziehungsstile: und zu welcher Gruppe gehören Sie?

Schulstart: 5 Tipps für eine entspannte Einschulung

Schulstart: 5 Tipps für eine entspannte Einschulung

Beziehungskrise - der Weg hinein und wieder hinaus

Beziehungskrise - der Weg hinein und wieder hinaus

Schule wechseln: So gelingt Kindern der Neustart nach dem Umziehen

Schule wechseln: So gelingt Kindern der Neustart nach dem Umziehen

Mehr zum Thema Baby

Weitere Themen für die ganze Familie