Bekommt Ihr Baby genug Schlaf? – Hier finden Sie hilfreiche Informationen

Bekommt Ihr Baby genug Schlaf? – Hier finden Sie hilfreiche Informationen

Schlafprobleme können für das Kind und auch für die Eltern anstrengend werden. Wie viel Schlaf braucht Ihr Baby überhaupt und welche Methoden helfen beim Ein- und Durchschlafen? Die hier gesammelten Tipps zeigen, wie Sie einen geregelten Schlafrhythmus finden und welche Schlafzeiten normal sind.

Tagsüber und nachts gut schlafen

Jedes Baby hat seine eigenen Schlafgewohnheiten und zumindest phasenweise auch Schlafprobleme.

Gerade unerfahrene Eltern wünschen sich mehr Unterstützung und möchten wissen, wie viele Schlafstunden gesund sind und ab wann man von Schlafstörungen spricht.
Einige Eltern stehen mehrere Male auf und tragen das Kind auf dem Arm oder per Tragehilfe durch die Wohnung, damit es wieder in den Schlaf findet. Andere gehen noch spät abends mit dem Kinderwagen hinaus, damit das Baby schläfrig wird und endlich Ruhe gibt. In anderen Familien scheint es keine Schwierigkeiten mit dem Einschlafen zu geben: Die Kinder werden ins Bettchen gesteckt und schlafen erstaunlich gut durch.

Die zahlreichen Eltern-Ratgeber sind sehr nützlich, um Tricks zum Einschlafen und Durchschlafen zu finden. Oft sind es bestimmte Rituale, die das Baby beruhigen und den Schlaf herbeirufen. Am Abend sollte Ihr Kind nicht mehr mit zu vielen Reizen überflutet werden. Leise Musik und ein sanftes Streicheln sorgen dafür, dass Ihr Baby allmählich „runterkommt“, auch wenn es zuvor noch aufgedreht war. Abwechslung kann sich hingegen eher störend auf den Schlaf auswirken.

Auch wenn Sie das Kind in den ersten Monaten in den Nachtstunden mehrmals stillen, sollten Sie sich nach einem Schema richten, um es nicht aus dem Takt zu bringen. Ihre Eile oder Nervosität spüren die Babys sofort und werden dadurch wacher, als es Ihnen lieb ist. Bleiben Sie am besten ruhig und schalten Sie das Licht nur gedimmt ein, damit Ihr Kind nicht das Gefühl hat, dass es heller Tag ist.

Der nächtliche Schlafbedarf

Wickeln, Stillen und andere nächtliche Aktionen sind immer eine Störung, sowohl für Sie als auch für Ihren Sohn bzw. Ihre Tochter.

Gerade im ersten Lebensmonat schläft Ihr Baby wahrscheinlich nicht länger als zwei oder maximal drei Stunden am Stück, weil es Hunger verspürt. Nach dem Stillen windeln Sie Ihren kleinen Schatz noch, allerdings nur bei sanfter Beleuchtung. Wenn Sie schon am Abend alle nötigen Sachen am Wickeltisch ablegen, ist alles griffbereit.

Ab dem vierten Lebensmonat hat sich diese Gewohnheit eingespielt und Ihr Baby kennt den Rhythmus. Falls Sie nun von Muttermilch auf Babybrei oder Fläschchen umsteigen, sollte sich das nicht grundlegend auf den Schlaf auswirken.

Mit den Monaten werden die Wachzeiten immer etwas länger: Dann schlafen die Babys noch etwa 14 bis 15 Stunden. Etwa ab dem 7. Lebensmonat reduziert sich die Schlafphase auf durchschnittlich 13 Stunden. Nun erkennt das Kind allmählich den Unterschied zwischen den aktiven Tagesstunden und den ruhigen Nachtstunden.

Es gibt einige Babys, die mit einem halben Jahr schon zehn bis elf Stunden pro Nacht schlafen, ohne zwischendurch aufzuwachen. Am Tag kommen noch zwei kleine Nickerchen dazu. Bei einem Lebensalter von einem Jahr können Sie den Schlaf tagsüber auf einen einzigen Mittagsschlaf beschränken, der zwischen einer und zwei Stunden dauert.

Wenn Babys nachts weinen, brauchen Sie nicht unbedingt immer gleich in das Kinderzimmer zu gehen. Meistens beruhigen sich die Kleinen von alleine. Vermitteln Sie Ihrem Nachwuchs, dass es Schlafenszeit ist, und trösten Sie es nur dann, wenn das Weinen nicht aufhört. Leises Zusprechen, Singen in Flüsterlautstärke und sanftes Streicheln reichen normalerweise aus. Dabei lassen Sie Ihr Baby am besten in seinem Bettchen liegen, damit es schneller wieder einschläft.

Die folgenden Schlafzeiten sind für Babys und Kleinkinder bis zum Alter von zwei Jahren normal:

  • im ersten Monat: 15,5 bis 16,5 Stunden
  • bis zum dritten Lebensmonat: etwa 15
  • bis zu sechs Monaten: 14,5
  • mit neun Monaten: 14
  • mit einem bis einhalb Jahren: 13,5
  • mit zwei Jahren: 13

Tipps, wie Sie das Baby zum Schlafen bringen

Mit Einschlafritualen und bestimmten Hilfsmitteln gelingt es Ihnen, den gesunden Schlaf Ihres Babys zu fördern. Diese Tipps funktionieren unabhängig davon, ob Sie es mit Muttermilch füttern, mit Milch oder Bio-Babybrei. Bei Babynahrung ist es allerdings wichtig, die Qualität zu prüfen. Sie sollte auf jeden Fall bio sein und im Bestfall von Hebammen und Kinderärzten empfohlen. Zu welcher Methode Sie beim Füttern auch tendieren, Ihr Baby sollte unbedingt genug trinken.

Bei Zwillingen wird es für die Mama besonders anstrengend, die Brust zu geben und selbst genug Schlaf zu finden. Eventuell benötigen Sie zusätzliche Vitamine, Menüs oder Beikost für Ihre Babys, wenn Sie diese nicht mehr stillen.

Auf jeden Fall sollten Sie Ihren eigenen Rhythmus immer berücksichtigen, denn davon profitieren auch Ihre Kinder. Es lohnt sich deshalb, mit dem Ritual des Einschlafens rechtzeitig anzufangen, damit Sie selbst nicht ungeduldig werden. Mit den folgenden Tipps und Hilfsmitteln sollte Ihr Baby keine Probleme mit dem Schlafen haben:

  • Schlummerhilfen wie Musik, Kuscheltier und Nuggi,
  • kein Toben mehr vor dem Zubettgehen,
  • feste Schlafzeiten einplanen,
  • die letzte Wachphase am Tag sollte die längste sein, damit Ihr Baby müde ist,
  • für eine vertraute Umgebung mit bekannten Gerüchen sorgen
  • vor dem „Umsiedeln“ ins eigene Kinderzimmer an die Umgebung gewöhnen, nicht erst abends dort ins Bettchen legen.

Ab wann ist unregelmässiger Schlaf eine Störung?

Nicht genug Schlaf durch ständiges Aufwachen oder Einschlafschwierigkeiten, ist das bereits eine Schlafstörung? Gerade in der ersten Zeit müssen die Babys erst einmal ihren eigenen Rhythmus im Wechsel von Tag und Nacht finden. Das heisst, dass die Ärzte meistens erst ab dem sechsten Monat von Schlafstörungen reden. Falls Sie ungewöhnliches Verhalten beobachten, lautet der Tipp, schon früher mit dem Arzt darüber zu sprechen. Falls dieser die leichten Rhythmusschwankungen als unbedenklich ansieht, sind Ihre Sorgen erst einmal beschwichtigt.

Ein ungesundes Schlafverhalten von Babys kann die Eltern stark belasten. Darum dürfen Sie eventuelle Probleme nicht verschweigen. Wenn Ihr Kind auch noch im zweiten Lebenshalbjahr nicht gut einschläft und Sie es über eine halbe Stunde herumtragen müssen, bevor es ruhig wird, handelt es sich möglicherweise um eine Einschlafstörung. Als Durchschlafstörung gilt es, wenn Ihr Baby mindestens viermal wöchentlich jeweils dreimal für 20 Minuten wach wird und ohne die elterliche Hilfe nicht wieder einschläft. Hier ist praktisches und zielorientiertes Handeln nötig.

Solche Probleme mit dem nächtlichen Schlaf führen oft zu weiteren Schwierigkeiten wie Weinerlichkeit oder ungesundem Verhalten beim Füttern. Bei ersten eigenen Untersuchungen finden Sie möglicherweise eine eindeutige Ursache, zum Beispiel einen wunden Po oder ein störender Knopf. Mit Penaten lassen sich kleine Hautreizungen besänftigen und für die Stärkung der Gesundheit sind Nahrungsmittel mit ausreichend Vitaminen hilfreich.

Andere Schwierigkeiten zeigen sich in einem erhöhten Erregungszustand des Babys. Wenn Sie nicht wissen, was Sie tun sollen, können Sie in Ihren eigenen Erinnerungen vielleicht eine Lösung finden. Wie war Ihr eigenes Schlafverhalten in der Kindheit? Häufig übernehmen Babys unbewusst die Gewohnheiten der Eltern.

Für fachkundige Unterstützung sollten Sie nicht zögern, sich an den verantwortlichen Arzt zu wenden. Der Kinderarzt findet heraus, ob eventuell eine Erkrankung hinter den Schlafproblemen steckt.

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Weitere Adressen, bei denen Sie Hilfe bekommen, sind die Mütterberatung vor Ort, die Hebamme oder Mutter-Kind-Gruppen, in denen Sie erfahren, wie andere Eltern mit der Problematik umgehen.

FAQ

  • Wo soll ich mein Baby (tagsüber/nachts) schlafen lassen?

Babys finden in einer geborgenen, vertrauten Umgebung am besten in den Schlaf. Das kann die Wiege sein, der Stubenwagen oder die Hängematte im Kinderzimmer. Die Schlafumgebung sollte sicher sein und einerseits warm sein, andererseits eine gute Luftzirkulation haben. Nachts schläft Ihr Baby im Elternschlafzimmer oder im Babyzimmer, tagsüber können Sie den Stubenwagen auch ins Wohnzimmer stellen oder bei schönem Wetter in eine schattige Ecke der Terrasse.

  • Sind Katzen gefährlich für schlafende Kinder?

Katzen, die das Baby von Anfang an kennen, gewöhnen sich daran und zeigen weder Eifersucht noch Aggressivität. Wenn die Katze allerdings mit Ihrem Baby kuscheln möchte, sollten Sie sie davon abhalten. Mit einem Toxoplasmosecheck stellen Sie fest, ob Ihr Kind allergisch auf Katzen reagiert. In diesem Fall sollten Sie immer auf den nötigen Abstand achten und zwischen Baby und Katze die Tür schliessen. Mit hygienischen Vorsichtsmassnahmen verhindern Sie, dass das Kind versehentlich Katzenhaare verschluckt oder Katzenstreu in die Finger bekommt.

  • Wann soll das Baby schlafen? Welcher Schlafrhythmus ist sinnvoll?

Auf jeden Fall sollten Kinder nachts ausreichend Schlaf bekommen. In der Nacht dauert eine Schlafphase bis zu vier Stunden, tagsüber können Babys zwischen 45 Minuten und zwei Stunden lang schlafen. Der Schlafrhythmus richtet sich stark nach dem Alter und hängt auch davon ab, wann Ihr Baby Hunger bekommt. Mit knapp einem halben Jahr kristallisiert sich ein erkennbarer Rhythmus heraus. Die Wachphasen werden länger und Ihr Baby spürt selbst, wann es Zeit zum Schlafen ist.

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