Baby wickeln - Windeln wechseln - Die grosse Anleitung: Alle wichtigen Infos im Überblick

Baby wickeln - Windeln wechseln - Die grosse Anleitung: Alle wichtigen Infos im Überblick

Ihr Baby wickeln: In den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt stellt gerade das für die meisten Eltern eine erste Herausforderung in der Babypflege dar. Die Angst, etwas falsch zu machen, ist gross. Doch mit den richtigen Tipps und einiger Übung geht es ganz leicht. Schon bald stellt sich Routine ein und der Wechsel der Windeln wird zu einem innigen Ritual voller Zärtlichkeit und Nähe.

Eine gute Vorbereitung erleichtert das Wickeln

Ein Baby wickeln - eigentlich ist das ganz einfach. Sie müssen nur wissen, worauf es ankommt und was Sie beachten müssen, dann geht es fast von allein. Die meisten Schwierigkeiten lassen sich schon im Vorfeld durch eine gute Vorbereitung aus dem Weg räumen.

Wenn Sie unsicher sind, können Sie sich professionelle Unterstützung beim Wickeln holen. Im Rahmen eines Geburtsvorbereitungskurses steht Ihnen eine erfahrene Hebamme für alle Fragen zur Verfügung. Auch die für die Nachsorge ausgewählte Hebamme zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Baby wickeln.

Los gehts – Wickelplatz vorbereiten

Wenn Sie Ihr Baby wickeln möchten, suchen Sie sich zunächst einen sauberen und warmen Platz. Optimal ist es, wenn Sie von Anfang an darauf achten, die Windel immer am gleichen Ort zu wechseln. So können Sie sofort loslegen und müssen nicht erst noch für Ordnung sorgen. Viele Eltern nutzen einen Wickeltisch.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Wickelauflage befindet sich hier in idealer Höhe, das schont den Rücken. Ausserdem lassen sich alle benötigten Utensilien direkt am Platz verstauen.

Es geht aber auch anders. Eine bewährte Alternative sind abnehmbare Wickelaufsätze für Kommoden. Ausserdem gibt es Gestelle für die Badewanne, auf denen Sie Ihr Baby wickeln können.Was Sie auf jeden Fall benötigen, ist eine Wickelauflage zum Unterlegen. Da Kinder ihre Blase gerne auch mal beim Wickeln entleeren, bietet sich ein waschbarer Bezug an. Ein warmes, weiches Handtuch ist als Unterlage zum Wickeln ebenfalls geeignet. Hier liegt Ihr Baby besonders gemütlich.

Sorgen Sie dafür, dass aller benötigte Kleinkram direkt am Wickelplatz griffbereit liegt. So stellen Sie sicher, dass Sie sich voll und ganz auf Ihr Baby konzentrieren können. Als Ablage eignen sich nicht nur Regale, sondern auch ein Stuhl oder eine Wickeltasche. Die optimale Ausstattung besteht aus

  • frischen Windeln
  • Waschschüssel mit Wasser und Waschlappen
  • Feucht- oder Reinigungstüchern für Babys und
  • spezieller Wundcreme.

An Spielzeug zur Beschäftigung Ihres Kindes sollten Sie ebenso rechtzeitig denken wie an eine Möglichkeit zur Entsorgung der benutzten Windeln. Ob Sie dabei auf einen herkömmlichen Müllbeutel setzen oder einen speziellen Windeleimer anschaffen, bleibt Ihnen selbst überlassen. Beide Varianten haben ihre Vorteile.

In jedem Fall aber sollten Sie Ihre Hände gründlich waschen, bevor Sie Ihr Baby wickeln.

Baby wickeln – so wird es gemacht!

Wenn Sie den Wickelplatz vorbereitet und alle benötigten Utensilien zurechtgelegt haben, können Sie mit dem Windelwechsel beginnen. Gehen Sie hierzu wie folgt vor:

  1. Öffnen Sie zunächst die Windel, ohne diese komplett zu entfernen. Klappen Sie die Klebestreifen zusammen, um zu verhindern, dass sie an der Haut Ihres Babys festleben.
     
  2. Heben Sie nun den Po Ihres Kindes an. Umfassen Sie dazu mit Ihrer rechten Hand den linken Oberschenkel Ihres Babys, sodass der Unterschenkel des rechten Beines auf Ihrem Unterarm ruht. Mit diesem Griff können Sie Beine und Hüfte gleichzeitig anheben, ohne die Fuss- und Kniegelenke des Kindes zu belasten.
     
  3. Falten Sie mit Ihrer freien Hand die benutzte Windel mittig zusammen. Die saubere Seite muss oben liegen.
     
  4. Reinigen Sie den Intimbereich und den Po Ihres Babys gründlich. Ist Ihr Kind wund, sollten Sie eine pflegende, sanfte Creme auftragen. Achten Sie bei einem Mädchen ausserdem darauf, immer nur von vorne nach hinten zu wischen. So vermindern Sie das Risiko einer Infektion.
     
  5. Jetzt ist es an der Zeit, die dreckige gegen eine frische Windel auszutauschen. Heben Sie hierzu erneut die Hüfte Ihres Kindes an.
    Platzieren Sie die mit Klebestreifen ausgestattete Rückseite der Windel mittig unter dem Po Ihres Babys und achten Sie darauf, dass sie sich nicht aufbauscht.
    Führen Sie die andere Seite der Windel zwischen den Beinen nach vorn.
    Achten Sie bei einem Jungen darauf, dass der Penis nach unten zeigt – ansonsten riskieren Sie eine Überflutung.
    Bei Neugeborenen sollte der Bauchnabel nicht bedeckt werden. Um dies zu verhindern, können Sie die Vorderseite der Windel ein wenig einklappen.
     
  6. Schliessen Sie die Windel mithilfe der seitlich angebrachten Klebestreifen. Um ein Einschneiden in die Haut Ihres Babys zu verhindern, müssen Sie auf einen korrekten Sitz achten.
    Wenn Sie nicht zwei Ihrer Finger zwischen Bauch und Windelrand schieben können, ist die Windel zu eng.
     
  7. Entsorgen Sie die schmutzige Windel und waschen Sie sich erneut die Hände. Glückwunsch – Sie haben es geschafft!

Wo gibt es Hilfe beim Wickeln?

Hat Ihr Baby manchmal einen wunden Po? Dann erfahren Sie hier gleich mehr über die sanfteste Art der Reinigung.

Oder Sind Sie unsicher, wenn es ums Wickeln Ihres Babys geht? Das ist ganz normal. Viele Eltern teilen Ihre Ängste etwas falsch zu machen.

Lassen Sie sich bei einem Geburtsvorbereitungskurs oder im Rahmen der Nachsorge von einer erfahrenen Hebamme zeigen, wie Sie Ihr Baby wickeln. Praktische Erfahrungen können Sie auch in einem speziellen Wickelkurs sammeln, der von vielen Kliniken angeboten wird.

Falls Sie Angst haben, beim Wickeln etwas falsch zu machen, kann es nicht schaden sich ein bisschen vorzubereiten und zu üben: Suchen Sie sich gleich hier einen Geburtsvorbereitungskurs aus:

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Die sanfteste Art der Reinigung

Um den Po Ihres Kindes zu säubern, greifen viele Eltern zu Feuchttüchern. Auf Reisen und zur schnellen Reinigung klebriger Hände sind diese unschlagbar praktisch. Sie sind allerdings nicht biologisch abbaubar und dürfen daher nicht in die Toilette geworfen werden.

In den eigenen vier Wänden sind klares Wasser und ein Waschlappen die bessere Alternative:

Die umweltschonende Variante ist auch deutlich schonender für die empfindliche Babyhaut. Wenn es doch einmal ein Pflegetuch sein, achten Sie darauf, sensitive Produkte ohne Parfüm und Öl zu kaufen. Sie sind verträglicher für den empfindlichen Baby-Po.

Welche Windel ist die richtige?

Wenn es um das Wickeln eines Babys geht, denken die meisten Eltern an Einwegwindeln. Diese Windeln sind ausgesprochen saugfähig, einfach zu verwenden und verschwinden nach dem Wechseln bequem im Windeleimer – Gerade für Reisen sind sie optimal.

Moderne Stoffwindeln sind eine umweltbewusste Alternative, die von allergiegeplagten Babys in der Regel gut vertragen wird. Vollgemacht fühlen sie sich für den Nachwuchs aber vergleichsweise unangenehm an.

Das hat allerdings einen Vorteil: Mit Stoffwindeln gewickelte Kinder werden oft besonders schnell trocken. Für die Nacht bieten sich sogenannte Höschenwindeln an. Die aus überwiegend natürlichen Fasern bestehenden Windeln sind komplett absorbierend und müssen daher in Kombination mit einer auslaufsicheren Überhose getragen werden. So halten sie bis zu 12 Stunden dicht.

Welche Windelgrösse Sie benötigen, hängt vom Körperbau und vom Gewicht Ihres Kindes ab. Neugeborene starten oft mit Grösse 1, Kindergartenkinder wiederum tragen – wenn sie noch nicht trocken sind – Grösse 6.

Schläft Ihr Baby nachts bereits durch, lohnt sich die Investition in besonders saugstarke Exemplare. Diese können auch eine Nummer grösser getragen werden.

Wann ist die richtige Zeit zum Wickeln?

Wickeln Sie Ihr Kind in der ersten Zeit nach jeder Mahlzeit, spätestens aber, wenn die Windeln nass oder schmutzig sind.

Auf diese Weise beugen Sie Hautreizungen und Infektionen vor. Ältere Kinder müssen nicht mehr nach jedem Essen gewickelt werden, ansonsten aber gelten die gleichen Regeln. Frische Windeln benötigt Ihr Kind in jedem Fall am Morgen nach dem Aufwachen und zum Schlafengehen am Abend.

Gönnen Sie sich und Ihrem Baby den Schlaf in der Nacht: Hier schreiten Sie nur dann zur Tat, wenn die Windel wirklich voll oder das Kind ohnehin wach ist.

Wie oft müssen Sie wickeln?

In den ersten Wochen ihres Lebens müssen Kinder acht bis zehn Mal am Tag gewickelt werden. Ist die anfangs noch unausgereifte Blasenmuskulatur weiter entwickelt, werden noch etwa sechs Windeln täglich benötigt.

Die Anzahl der benötigten Windeln reduziert sich mit zunehmendem Alter weiter. Achten Sie darauf, bei Ausflügen in Ihren Wickeltaschen ausreichend Windeln mitzuführen.

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