Milchstau – was Sie und das Baby tun können

Milchstau – was Sie und das Baby tun können

Dem Baby die Brust zu geben kann eines der schönsten und seelisch befriedigendsten Erlebnisse einer stillenden Mutter sein. Allerdings stellen sich diesem Glück mitunter kleinere Hindernisse in den Weg, wie zum Beispiel wenn die Muttermilch nicht frei fliessen kann. Erfahren Sie hier, was man bei Milchstau tun kann.

Wie kommt es zum Milchstau?

Dieser entsteht, wenn die Brust beim Stillen nicht ausreichend geleert wird und es somit zu einer vorübergehenden schmerzhaften Verhärtung der übervollen Brust kommt.

Wird der Milchstau nicht gelöst, droht eine mögliche Mastitis (Brustdrüsenentzündung), die mit (für das Stillen geeigneten) Antibiotika behandelt werden müsste. Eine Mastitis äussert sich durch hohes Fieber und Symptome wie bei einer Grippe: Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost und ein Gefühl allgemeiner Erschöpfung sind die Alarmsignale. Konsultieren Sie in diesem Fall die Stillberatung, ihre Hebamme oder ihre/n Gynäkologin oder Gynäkologen.

Was Sie bei Milchstau tun können

Das beste Helferlein gegen den Milchstau ist deshalb Ihr Baby. Stillen Sie es häufig, das heisst ungefähr jede zweite Stunde, auch wenn es weh tun sollte. Stösst es dabei mit dem Kinn an die verhärtete Stelle, wirkt dies wie eine zusätzliche Massage. Die Brust kann frau aber auch selbst massieren – lassen Sie sich die richtige Technik am besten von ihrer Hebamme zeigen.

Schmerzt Ihre Brust beim Stillen? Dann kann Ihnen vielleicht bereits eine Stillberatung in Ihrer Nähe helfen – diese finden Sie gleich hier:

Was Sie sonst noch tun können und ab wann Sie zum Arzt gehen sollten, erfahren Sie gleich.

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Bei einem Milchstau beschränken sich die Beschwerden auf die schmerzende Brust ohne weitere Krankheitssymptome. Als Schmerzmittel kommen Paracetamol oder Ibuprofen in Frage. Aspirin sollten sie meiden. Vermeiden Sie Kombinationspräparate und konsultieren Sie im Zweifelsfall den Arzt.

Es ist wichtig, dass die betroffene Brust leer getrunken wird. Schafft ihr Baby das nicht, muss die restliche Milch mit einer Brustpumpe abgepumpt werden. Um den gestörten Milchfluss zu erleichtern und die Milchkanäle vor dem Stillen zu weiten, ist ein warmer Umschlag hilfreich.

Nach dem Stillen soll die leer getrunkene Brust mit einem feuchten, kalten Tuch, einem Waschlappen, oder einem umwickelten Coldpack gekühlt werden, um Milchstaus präventiv entgegenzuwirken. Zum Kühlen werden mancherorts auch Quarkwickel empfohlen. Streichen Sie hierzu Quark auf eine Windeleinlage und legen Sie diese mithilfe des BH auf die Brustwarze.

Weitere Tipps

  • Reinigen Sie zudem die Brust einmal täglich mit klarem, kaltem Wasser. Ist ihr Kind schon im Krabbelalter, sollten vor dem Stillen sein Gesicht und die Hände gereinigt werden, so dass keine Bakterien vom Boden oder Spielzeugen auf Brust und Brustwarze gelangen. Ebenso sollte auch die Mutter die Brust nur mit sauberen Händen berühren.
     
  • Versuchen Sie auch nach Möglichkeit Stress zu vermeiden, sich körperlich zu Entspannen und sich allenfalls einige Stunden mit ihrem Baby im Bett einzukuscheln.
     
  • Sollte ihr Kind permanent weniger Milch zu sich nehmen, als ihre Brüste produzieren, könnten Salbei- oder Pfefferminztee helfen, die Menge der Milch zu drosseln. Stillpausen oder gar Abstillen sind bei Milchstau hingegen nicht hilfreich.
     
  • Verbessert sich der Zustand nach zwei Tagen noch nicht und schmerzt die Brust immer noch, besteht die Gefahr einer Mastitis (Brustentzündung). Wenden Sie sich an ihre Hebamme, den/die StillberaterIn oder ihren Vertrauensarzt bzw. ihre Vertrauensärztin, wo Ihnen weiter geholfen werden kann.

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